Inhaber

Der Betrieb hängt am Inhaber

Sie kalkulieren, Sie halten die Kunden, Sie unterschreiben. Fallen Sie aus, läuft der Betrieb noch ein paar Wochen weiter – dann wird es eng. Die eigene Absicherung ist deshalb Teil der Betriebsabsicherung, nicht Privatsache.

Betriebsinhaber von hinten in seiner Werkstatt

Fünf Themen

Was am Inhaber hängt – und was sich regeln lässt

01

Berufsunfähigkeit und Arbeitskraft

Ihre Arbeitskraft ist das größte Betriebsmittel. Fällt sie aus, fehlt nicht nur eine Fachkraft, sondern die Kalkulation, die Kundenbindung und die Bauleitung.

Zwei Bausteine greifen ineinander: Krankentagegeld ab dem Zeitpunkt, an dem der Betrieb den Ausfall nicht mehr trägt, und eine Berufsunfähigkeitsabsicherung, wenn es dauerhaft wird.

  • Höhe an den monatlichen Fixkosten ausrichten, privat und betrieblich
  • Beginn des Krankentagegelds auf die Liquidität des Betriebs abstimmen
  • Handwerkliche Berufe sauber einstufen lassen – die Berufsgruppe entscheidet über den Beitrag
  • Bestehende Verträge auf Ausschlüsse und veraltete Klauseln prüfen
02

Familie und Betrieb im Todesfall

Betriebskredite, Leasingverträge und Bürgschaften laufen weiter. Sind sie persönlich besichert, trifft es die Familie und den Nachlass.

Eine Risikolebensversicherung in Höhe der offenen Verbindlichkeiten plus dem Bedarf der Familie. Bei mehreren Gesellschaftern zusätzlich eine Absicherung über Kreuz, damit Anteile nicht ungewollt wandern.

  • Verbindlichkeiten und persönliche Bürgschaften auflisten
  • Bedarf der Familie getrennt vom Betrieb rechnen
  • Bezugsrecht bewusst festlegen, nicht dem Zufall überlassen
  • Bei Gesellschaften: Regelung im Gesellschaftsvertrag abgleichen
03

Notfallordner und Vollmachten

Ohne Vollmacht kommt niemand an das Geschäftskonto – auch der Ehepartner nicht. Löhne, Rechnungen und Material bleiben liegen, während der Betrieb läuft.

Ein Ordner, in dem steht, wer was darf und wo alles liegt: Bankvollmacht, Vorsorgevollmacht, Zugänge, Verträge, Ansprechpartner. Ein Nachmittag Arbeit, einmal im Jahr durchsehen.

  • Bank- oder Kontovollmacht für eine zweite Person
  • Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung, notariell beglaubigt
  • Zugänge zu Banking, Buchhaltung, E-Mail und Warenwirtschaft hinterlegen
  • Schriftlich festhalten, wer laufende Aufträge weiterführt
04

Altersvorsorge für Selbstständige

„Der Betrieb ist meine Rente“ trägt nur, wenn sich am Ende ein Käufer findet und der Preis stimmt. Viele Handwerksbetriebe hängen so stark am Inhaber, dass sie ohne ihn wenig wert sind.

Aufbau neben dem Betrieb, getrennt vom Betriebsvermögen. Je nach Rechtsform und Gewinn kommen Basisrente, private Vorsorge oder – bei der GmbH – eine Versorgungszusage in Frage.

  • Bestehende Ansprüche aus Handwerkerpflichtversicherung und Rentenkasse zusammentragen
  • Steuerliche Wirkung der Basisrente mit der Steuerberatung abstimmen
  • Beiträge flexibel halten – gute und schlechte Jahre wechseln sich ab
  • Vorsorge insolvenz- und pfändungssicher gestalten
05

Nachfolge und Übergabe

Eine Übergabe dauert selten unter drei Jahren: Kunden, Mitarbeitende, Bank und Finanzamt wollen mitgenommen werden. Ohne Regelung entscheidet die Erbfolge.

Frühzeitig festlegen, wer übernimmt, wie der Betrieb bewertet wird und wie der Kaufpreis oder die Rente daraus fließt. Wir arbeiten dabei mit Steuerberatung und Notar zusammen.

  • Übergabe an Familie, Mitarbeitende oder Externe realistisch bewerten
  • Betrieb vom Inhaber lösen: Prozesse, Kundenkontakte, Kalkulation dokumentieren
  • Testament und Gesellschaftsvertrag auf Widersprüche prüfen
  • Versorgung des Übergebers absichern, bevor der Betrieb wechselt

Interaktiv

Notfall-Check: Was ist bei Ihnen geregelt?

Sechs Fragen mit Ja oder Nein. Für jede offene Frage bekommen Sie rechts eine konkrete Empfehlung – ohne dass Sie etwas eingeben oder abschicken müssen.

Notfall-Check

Sechs Fragen, ehrlich beantwortet. Das Ergebnis sehen Sie sofort – ohne Formular, ohne E-Mail-Adresse.

  • 01Gibt es eine Vollmacht für das Geschäftskonto?

    Gilt auch dann, wenn Sie nur für ein paar Wochen ausfallen.

  • 02Weiß jemand, wo Passwörter und Verträge liegen?

    Zugänge zu Banking, Buchhaltung, E-Mail, Warenwirtschaft.

  • 03Ist geregelt, wer laufende Aufträge weiterführt?

    Namentlich, nicht nur „der Meister macht das schon“.

  • 04Läuft Ihr Einkommen weiter, wenn Sie sechs Monate ausfallen?

    Privat wie betrieblich: Miete, Raten, Lebenshaltung.

  • 05Ist die Familie abgesichert, wenn Ihnen etwas zustößt?

    Betriebskredite laufen im Todesfall weiter.

  • 06Gibt es eine schriftliche Regelung für die Nachfolge?

    Testament, Gesellschaftsvertrag, Übergabeplan.

Ihr Ergebnis

0 von 6 beantwortet

Beantworten Sie die Fragen links – das Ergebnis erscheint sofort.

Noch keine Antwort ausgewählt.

Ordner mit Registern, Schlüssel und Notizbuch auf einem Schreibtisch
Älterer Handwerker und jüngerer Nachfolger schauen gemeinsam auf Pläne an der Werkbank
Vordruck, PDF

Zum Ausfüllen

Notfallordner für den Handwerksbetrieb

Ein Vordruck zum Ausdrucken und Ausfüllen. Sie tragen ein, was im Ernstfall gebraucht wird, und legen ihn dorthin, wo ihn im Zweifel jemand findet.

  • Vollmachten und wer sie hat
  • Zugänge zu Konto, Banking und Software
  • Laufende Aufträge und Ansprechpartner
  • Verträge, Policen und Kündigungsfristen
  • Steuerberatung, Bank, Kammer, Notar
  • Was in den ersten 48 Stunden zu tun ist

Wir rufen nur an, wenn Sie zum Dokument eine Frage haben – kein Verkaufsanruf.

Sie bekommen das PDF direkt per E-Mail. Kein Newsletter, keine Weitergabe, Abmeldung jederzeit möglich.

Einmal sortieren, dann liegt es fest.

Wir gehen Arbeitskraft, Familie, Vollmachten und Nachfolge in einem Termin durch und halten fest, was zu tun ist. Ohne Verpflichtung.

AnrufenCheck starten